Die Geschichte der Digitalisierung, oder: Wie der digitale Wandel die Welt eroberte

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Vom ersten Zuse-Computer bis hin zum leistungsstarken Smartphone für die Hosentasche

Wir nutzen täglich das Internet, sitzen am Computer oder schreiben Nachrichten mit unseren Smartphones. All das ist für uns schon fast so, als wäre es nie anders gewesen. Doch es gibt eine Zeit davor, eine Zeit, in der es weder Mikrochips noch Roboter, weder digitale Technologien noch das Internet gab. Die Geschichte der Digitalisierung ist eine Erfolgsgeschichte, die sich im Vergleich zu anderen wegweisenden Entwicklungen der Menschheitsgeschichte rasant abgespielt hat. Doch wie ist es eigentlich dazu gekommen? Und welche Einflüsse hat der digitale Wandel heute auf den Menschen?

Megatrend Digitalisierung – und die Geschichte dahinter

Der Begriff „Digitalisierung“ beschreibt zunächst einmal nur die Umwandlung analoger in digitale Daten. Papierdokumente lassen sich einscannen und Schallplatten am PC digitalisieren. Die Digitalisierung ist aber noch viel mehr: Ihre Anfänge markieren eine Zeitenwende, die mit der Erfindung des Computers begonnen, und spätestens mit Aufkommen des Internets rasant an Fahrt aufgenommen hat. Die Folge: Ein digitaler Wandel, der vor allem tiefgreifenden Einfluss auf die Digitalisierung der Arbeitswelt genommen hat.

Digitalisierungsstrategie hilft bei der Digitalisierung der Arbeitswelt

Digitalisierung, das bedeutet heutzutage den Austausch analoger Arbeitsschritte gegen effizientere, digitale Prozesse. Digitale Technologien können ganze Workflows wie die Eingangsrechnungsverarbeitung – vom digitalen Rechnungseingang bis zur automatisierten Dunkelbuchung – ersetzen, die früher vollständig manuell abliefen. Doch dafür reicht es nicht aus, einzelne Prozesse einfach durch Softwares zu ersetzen. Eine Digitalisierungsstrategie hilft dabei, den Einsatz von Technologien ganzheitlich zu denken. So schreitet die Digitalisierung der Arbeitswelt in Kleinunternehmen, im Mittelstand und in Großunternehmen strukturiert voran und kann ihr Potenzial voll entfalten.

Geschichte der Digitalisierung im Überblick

Inzwischen ist die Digitalisierung der Megatrend der Gegenwart geworden. Jeder hat schon mal Begriffe und Bezeichnungen wie 5G, Breitband, Netzwerke, KI oder Industrie 4.0 gehört oder sogar täglich mit ihnen zu tun. Menschen nutzen VR-Brillen, 3D-Drucker und Kamera-Drohnen und bereiten sich darauf vor, eines Tages in autonomen Fahrzeugen unterwegs zu sein. All diese Technologien sind im Laufe der Historie der Digitalisierung entstanden und den Menschen geläufig, auch wenn sie diese nicht bis ins letzte Detail verstehen. Das zeigt, dass die Geschichte der Digitalisierung ihre Spuren hinterlassen hat. Hier ist eine Übersicht mit den wichtigsten Entwicklungen, die sich im Laufe der Geschichte der Digitalisierung zugetragen haben:

 

  • 1936: Erster programmierbarer mechanischer Rechner: Zuse Z1, konstruiert von Konrad Zuse
  • 1943: Erster funktionsfähiger Digitalrechner: Zuse Z3.
  • 1957: Erster Satellit im All: Sputnik, künstlicher Erdsatellit der damaligen Sowjetunion
  • 1968: Gründung von Intel: Intel steht für „integrierte Elektronik“ und ist bekannt für PC-Mikroprozessoren
  • 1969: Beginn dritte industrielle Revolution mit ersten Automatisierungen durch Computer (Elektrotechnik und Informationstechnik)
  • 1971: Versand der ersten E-Mail: Der Engländer Ray Tomilson verschickte die erste E-Mail an sich selbst. So entstand ebenfalls die erste E-Mail-Adresse „tomlinson@bbntenexa“
  • 1973: Erster Prototyp eines Mobiltelefons (Motorola)
  • 1976: Gründung von Apple: Die Gründer heißen Steve Jobs, Steve Wozniak und Ron Wayne.
  • 1976: Der erste Personal Computer: Apple1 war der erste Heimcomputer auf dem Markt. Für 666 Dollar war der Apple1 das erste Gerät, das für Privatleute bezahlbar war.
  • 1981: Einführung des ersten Betriebssystems (MS-DOS), erster tragbarer Computer
  • 1982: Vorstellung des beliebten und weitverbreiteten Heimcomputers Commodore C64
  • 1983: Erstes Mobiltelefon (Dynatac 8000x)
  • 1985: Betriebssystem Windows: Microsoft Windows ist ein Betriebssystem und die Schnittstelle zwischen Ihnen und Ihrem Computer. Aus der ursprünglich grafischen Benutzeroberfläche entstand ein Betriebssystem.
  • 1989: Gameboy: Die erste Handheld-Konsole kommt in Japan auf den Markt.
  • 1990: Freigabe des Internets für die kommerzielle Nutzung: Die National Science Foundation der USA beschließt, das Internet für kommerzielle Zwecke nutzbar zu machen.
  • 1992: Aktivierung der Mobilfunk-Netze D1 und D2 in Deutschland
  • 1993: Erster grafikfähige Webbrowser (Mosaic): Die Darstellung von Inhalten im Worldwide Web (WWW) ermöglicht der Browser „Mosaic“, der zum kostenlosen Download angeboten wurde.
  • 1994: Gründung Amazon: Es ist ein weltweiter Onlineversandhändler mit einer breit gefächerten Produktpalette und Marktführer des Handels im Internet.
  • 1994: Erstes Handy mit Touchscreen (IBM Simon).
  • 1997: Gründung Google: Unter den Internet-Suchmaschinen ist Google der Marktführer und die meistbesuchte Website der Welt. Jährlich werden mit Google mehr als zwei Billionen Suchanfragen bearbeitet.
  • 2000: Gegen Ende des 20. Jahrhunderts Beginn der vierten industriellen Revolution – digitale Vernetzung der realen mit der virtuellen Welt von Mensch, Maschine und Produkt.
  • 2002: Start 3G-Netz: Der 3G-Mobilfunk-Standard ist das Mobilfunknetz der dritten Generation und bietet eine höhere Datenübertragung als seine Vorgänger.
  • 2004: Gründung des sozialen Netzwerkes „Facebook“: Auf der Social-Media-Plattform können Nutzer eigene Profile erstellen, Fotos und Videos hochladen und Nachrichten verschicken, um miteinander in Kontakt zu bleiben.
  • 2007: Erstes Release iPhone: Das iPhone ist ein Smartphone der Firma Apple.
  • 2010: Start 4G-Netz: Die nächste Stufe mobiler Kommunikation. 4G ist die Abkürzung für die vierte Generation drahtloser Netze.
  • 2020: 5G wird zum neuen Mobilfunkstandard.

Welche Auswirkungen hat die digitale Revolution?

Die digitale Revolution beschreibt einen technologischen Veränderungsprozess, der etwa ab dem Ende des 20. Jahrhunderts durch die digitale Computertechnik ausgelöst wurde. Dieser hat für tiefgreifende Veränderungen in Gesellschaft, Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Kultur gesorgt und das digitale Zeitalter eingeleitet. Dieses ist maßgeblich auf die Entwicklung von immer leistungsfähigerer Computertechnik und das dadurch bedingte Aufkommen und die Verbreitung des Internets zurückzuführen, das grundlegende Veränderungen nach sich zog.

Digitalisierung hat die Kommunikation revolutioniert

Die tiefgreifendsten Veränderungen betreffen neben dem Internet die Telekommunikation: Mit Smartphones haben wir die Möglichkeit, beinahe überall zu telefonieren und im rasend schnellen 5G-Mobilfunk-Netzwerk im Internet zu surfen und dort in kürzester Zeit riesengroße Datenmengen downzuloaden. Dadurch hat sich auch ein digitaler Wandel abseits der Digitalisierung in der Arbeitswelt vollzogen, der vor allem den Privatbereich der Menschen komfortabler macht.

Digitale Technologien sorgen für Komfort im Privatbereich

So wurden etwa CDs und Schallplatten durch Streaming-Plattformen wie Spotify und Apple Music ersetzt, die überall abrufbar sind. Dasselbe gilt für Filme: Auch Videotheken gibt es nicht mehr – sie sind Video-Plattformen wie Netflix und Amazon Prime Video gewichen. Hinzu kommen allerlei Technologien, die das Privatleben vereinfachen: Assistenz- und Navigationssysteme im Auto, mit dem Handy steuerbare Hauselektronik (Smart Home) und vieles mehr.

Digitalisierung: digitale Technologien in der Arbeitswelt

Hinzu kommt die Digitalisierung in der Arbeitswelt, und dazu gehören zwangsläufig detaillierte Digitalisierungsstrategien. Unternehmen entwerfen oder lassen Digitalisierungsstrategien entwerfen, um nicht nur ihre Maschinen und IT-Infrastrukturen leistungsfähiger zu machen. Vor allem möchten sie ihre Geschäftsprozesse effizienter gestalten, um nicht zuletzt ihre eigene Zukunftssicherheit zu garantieren. Und dazu gehört das papierlose Büro. In ihm gibt es keine Aktenordner mehr, sondern nur noch digitale Dokumente, die schnell auffindbar in einem Dokumentenmanagement-System (DMS) abgelegt werden können. Steuerrelevante Dokumente finden dabei in einem GoBD-konformen digitalen Archiv Platz. So arbeitet das moderne Büro heute medienbruchfrei, bereitet den Weg für Collaboration und Homeoffice und spart Geld, weil es Ressourcen schont.

Digitale Technologien in der Industrie

Auch klassische Industriezweige werden immer weiter digitalisiert. Sogar Produkte sind durch QR-Codes mit dem Internet verbunden. Ein gutes Beispiel für die Digitalisierung eines Industriezweiges ist die Baubranche. Dank der fortschrittlichen Technologie ist es beispielsweise möglich, auf einem Tablet oder Computer mit einem 3D-System Baupläne virtuell zu erstellen und dem Käufer vor dem Bau eine virtuelle Tour anzubieten. Auch die Logistik mehrerer Baustellen lässt sich so steuern, die Fahrzeuge mit GPS-Technik die beste Route wählen und die Versorgung mit Rohstoffen und Arbeitern so einrichten, dass die Verteilung ideal ist.

Automatisierte Workflows sind ein Resultat der Geschichte der Digitalisierung

Was ist eine digitale Disruption?

Die Digitale Disruption beschreibt die Ablösung eines analogen oder veralteten digitalen Workflows durch eine neue digitale Technologie. Ein gutes Beispiel dafür sind Enzyklopädien. Die dicken Nachschlagewerke wurden zunächst durch CD-ROM-Enzyklopädien vom Markt verdrängt, und diese schließlich durch einfach zugängliche Online-Lösungen wie die Wikipedia. Ein weiteres Beispiel für eine digitale Disruption ist der Fahrdienst-Anbieter Uber, der in vielen Ländern die Taxi-Branche unter Druck setzt. Dasselbe ist der Hotelbranche mit dem Online-Portal Airbnb passiert, ein Marktplatz für private Unterkünfte.

Welche Rolle spielt die digitale Transformation?

Die digitale Transformation beschreibt die ultimative Nutzung der Möglichkeiten der Digitalisierung für Unternehmen. In der Arbeitswelt ist sie der Kern der digitalen Revolution. Die digitale Transformation basiert auf sich immer weiterentwickelnden Neuerungen in den Bereichen IT-Infrastrukturen und Softwares und fordert von Unternehmensbelegschaften, sich permanent weiterzuentwickeln. Die große Chance der digitalen Transformation liegt darin, dass sich Unternehmen durch Agilität neue Geschäftsmodelle erschließen können, die ohne die vielen digitalen Hilfsmittel nicht möglich gewesen wären. Und diese Geschäftsmodelle wiederum können zu digitalen Disruptionen führen, die Konkurrenten vom Markt verdrängen können.

Neue Geschäftsfelder und Wettbewerbsvorteile entdecken

Die digitale Transformation hilft zudem dabei, Kapazitäten besser planen und Kosten sparen zu können. Die Nutzung von Technologien wie KI (künstliche Intelligenz) in Verbindung mit Software-gestützt gewonnenen Datensätzen lassen in diesem Zusammenhang strategische Rückschlüsse zu, durch die sich ein Unternehmen immer weiterentwickelt und verändert. Die digitale Transformation kann so dabei helfen, langfristig Wettbewerbsvorteile zu schaffen und eine größere Resilienz gegenüber Krisen oder digitalen Disruptionen der Konkurrenz zu entwickeln.

Welche Vorteile bringt die Digitalisierung?

Privat und beruflich bringt uns die Digitalisierung viele Vorteile. Unser Leben wird durch die Weiterentwicklung der Technik, insbesondere durch die Verbindung von Hardware und Software zu neuen Netzwerken wie etwa dem „Internet of Things“ (IoT), immer komfortabler. So lassen sich die Kaffeemaschine, die Waschmaschine oder die Heizung per App einschalten, bevor wir nach Hause kommen, der Kühlschrank meldet ans Handy, wenn bestimmte Lebensmittel nachbestellt werden müssen und die Kamera an der Haustür sendet sofort ein Foto ans Smartphone, wenn sich jemand vor der Tür bewegt oder die Klingel drückt.

Kommunikation über Ländergrenzen hinweg

Der Bereich der Kommunikation hat durch die Digitalisierung einen besonders großen Schritt nach vorn gemacht – nicht nur in Unternehmen, auch privat. Es gibt digitale Tools, mit denen Menschen in Wort und Bild weltweit miteinander kommunizieren und Konferenzen durchführen können. Hinzu kommen Social-Media-Plattformen und Mobilfunknetze, die uns die Möglichkeit bieten, über Ländergrenzen hinweg im ständigen Kontakt und Austausch miteinander zu sein. Die Basis dafür liefert das Internet, das durch Glasfaser-Technologie inzwischen gigantische Datenmengen in Sekundenbruchteilen transportieren kann.

Fazit

Wir können die Digitalisierung täglich spüren und sind ein Teil von Ihr. In allen Bereichen umgibt sie uns, erleichtert uns die Arbeit und bietet uns Komfort beim Streamen von Serien, Surfen im Internet oder Online-Shopping. Ihren Zenit hat die Digitalisierung sicherlich noch nicht erreicht. Denn die nächsten Visionen lassen nie auf sich warten. Autonomes Fahren, Raumfahrt-Missionen zu immer entfernteren Zielen im Weltall, immer kleinere Roboter, die die Medizin revolutionieren – ein Ende ist nicht in Sicht. Digitalisierungsstrategien werden immer ausgefeilter und helfen Unternehmen dabei, sich zu spezialisieren, neue Geschäftsmöglichkeiten zu entwickeln und die Wirtschaft anzukurbeln. All das ist das Ergebnis der Digitalisierung bis heute. Und die Zukunft steht schon in den Startlöchern.

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